Sind die Temperaturen zu kalt bzw. es ist zu trocken dann verkriechen sie sich im Boden. In ihrem Leben durchlaufen sie drei verschiedene Stadien die in zwei oder drei Jahren absolviert werden. Dabei haben sie je nach Geschlecht zwei bis drei Wirte, Männchen zwei, Weibchen drei. Die Paarung findet statt wenn sich das Weibchen zum dritten Mal vollgesogen hat, dabei erreicht es etwa das Zweihundertfache ihres Ursprungsgewichts. Nach der Paarung stirbt das Männchen und das Weibchen lässt sich vom Wirt fallen und schleppt sich nun ins Unterholz. Dort platzt ihr Körper auf und zirka 3000 Eier quellen heraus. Die dann im Frühjahr zu neuen Nachkommen heran reifen.

Ich will nun kurz über mich sprechen, ich wohne im Leintal im Ostalbkreis, dort kommen nicht gerade wenig Zecken vor. Ich hatte von meinen Schwiegervater ein Grundstück übernommen, das ein paar Jahre nicht bewirtschaftet wurde. Bis ich das Grundstück wieder in einem ansehnlichen Zustand hatte kostete es mich sehr viel Fleiß und Schweiß. Das Grundstück war ein Zecken Paradies Südhanglage, warm, Gräser und Gebüsch über Jahre nicht gemäht. Ich hatte manchmal vier bis fünf Zecken an meiner Kleidung bzw. Körper, deshalb höchste Priorität zwischendurch die Kleidung ab zu suchen. Zuhause gleich die Kleidung ausziehen und sich absuchen am besten vor dem Spiegel. Da hat man schon die eine oder andere Zecke gefunden doch ab und zu war es so, dass ich erst am andern Tag durch einen Juckreiz festgestellt habe das sich eine Zecke festgebissen hatte. Größtenteils konnte ich die Zecken selber entfernen doch ab und zu musste ich einen Arzt aufsuchen um sie entfernen zu lassen oder um die Reste ihres Körpers herausschneiden zu lassen. Welches die beste Variante ist Zecken zu entfernen kann ich nicht sagen. Ich entferne sie meistens mit den Fingern. Mit der Zeckenzange hatte ich es auch schon versucht, war aber mit dem Erfolg nicht zufrieden. Man muss hier auch Acht geben damit man die Zecke nicht drückt sonst erbricht sie sich. Gut soll es mit einer Zeckenkarte gehen damit habe ich aber noch keine Erfahrungen gesammelt.

Gemeiner Holzbock  Ixodes ricinus ein Weibchen auf der Suche nach einer geeigneten Stelle. Wenn man die Bilder vergleicht vollgesogen oben und hier dann kann man sich fast nicht vorstellen das es sich um die selbe Art handelt.

Gemeiner Holzbock  Ixodes ricinus Weibchen

Gemeiner Holzbock (Zecke) Ixodes ricinus ein Weibchen voll gesogen und begattet wie man im rechten Bild erkennen kann. Dieses Exemplar wurde einer Hauskatze entnommen.

Mit der Zeit wurde die Zeckenplage im Garten besser, immer wieder dachte ich auch an eine Aufgabe der Gesundheit zu liebe. Ich habe es aber durchgezogen, einen kleinen Nutzgarten mir eingerichtet und den größten Teil für fotografische Zwecke gestaltet. Ich habe mir einen Steingarten für die Eidechsen, einen Schattenbereich mit Totholz für die Insekten und einen Wildbienenstand eingerichtet. Erst spät habe ich Erfahren das ich im Kampf gegen die Zecken Unterstützung von den Insekten bekam. Ich hatte im Schattenbereich kleine Totholzstapel errichtet, in einem hat sich dann die Rote Waldameise angesiedelt. Genau diese Ameisen gelten als natürliche Feinde der Zecken somit habe ich wohl den Ameisen zu verdanken dass die Anzahl der Zecken abnahm. Ich habe zwar mit den Ameisen auch meine Probleme, zum ersten Räubern sie mir den Wildbienenstand aus. Zum anderen sehen sie mich auch nicht gerade als Freund und somit bekomme ich dies öfters zu spüren bei jeder Gartenarbeit. Doch den Biss der Ameise nehme ich lieber hin wie den eines Holzbocks auch Zecke genannt.

Seite 2 - Gemeiner Holzbock (Zecke) Ixodes ricinus

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